Janina Geiler geehrt!
Vorstand, 26.01.2026
Als am 10.01.2026 früh das E-Juniorenturnier in der Schleizer Böttgerhalle angepfiffen wurde, saß Janina Geiler wie selbstverständlich in der Turnierleiterkabine und begrüßte die Spielerinnen und Spieler. Dass sie einen Tag zuvor beim Neujahrsempfang ihr Mittagessen direkt neben dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier einnahm erzählte sie kaum einem. Bescheiden wie immer und gut durchorganisiert war sie bereits 7 Uhr in der Halle um nichts dem Zufall zu überlassen. Damit alle 8 Teams pünktlich 9 Uhr gegen den Ball treten konnten. Sie sorgte mit dem gesamten LSV-Team an diesem Tag wieder für viele leuchtende Kinderaugen.
Doch heute wollen wir mal die Gelegenheit nutzen und sie in einem Interview dazu befragen:
Hallo Janina,
im Dezember hast du den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen erhalten. Wie kam es dazu?
Für diese Auszeichnung schlägt der Landrat verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger aus seinem Landkreis vor. Ich war sehr überrascht als ich die Einladung ins Collegium Maius in Erfurt erhalten habe. Es war eine große Ehre. Auch das unser Landrat und Bürgermeister mit vor Ort waren.
Wofür hast du die Auszeichnung erhalten?
Für mein großes ehrenamtliches Engagement in und um den Sport. Aber ich nehme diese Auszeichnungen für alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter entgegen. All das, gerade hier vor Ort in Oettersdorf wäre nicht möglich, wenn es die vielen Ehrenamtlichen beim LSV nicht gäbe. Egal ob meine Vorstandskollegen, Trainerkollegen oder alle engagierten Mitglieder und Eltern. Aber auch unsere Sponsoren, die Grundschule, der Kindergarten, der Gemeinderat oder der Bürgermeister und die VG bzw. der Landkreis. Ohne diese Menschen wäre alles gar nicht möglich.
Dein Engagement trägt aber nun auch wirklich große Früchte. Der LSV zählt seit Januar über 300 Mitglieder. Soviele Menschen wie noch nie in unserem Sportvereine aktiv waren. Deine Ideen und vor allem Dein Mut diese umzusetzen sind schon bemerkenswert.
Naja, wie schon gesagt. Ich habe oft Ideen, brauche aber dazu immer tatkräftige Mitstreiter um diese umzusetzten. Menschen, die Woche für Woche und das oft mehr als nur einmal für 2 Stunden mit den Kindern trainieren. Menschen die im Vorstand das mit tragen und sich auch den Hut aufsetzen Abteilungsleiter zu werden. Menschen, die den Rasen mähen, Menschen, die das Sportlerheim putzen, Menschen, die unsere Gäste versorgen, Menschen, die jede Woche die Rechnungen bezahlen und Sponsorengelder erfragen, Menschen, die in unseren Vereine investieren als Sponsoren oder Spender und nicht zuletzt die vielen Eltern und Sportlerinnen und Sportler, die in uns ihr Vertrauen schenken. Meine Idee war es immer, ein Verein zu sein, indem sowohl Oma und Opa als auch die Enkel und Urenkel eine Heimat finden, sich sportliche bewegen und auch ein Treffpunkt für Generationen zu sein. Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg dahin. Es ist nämlich einfach, eine Idee zu haben, aber dies dauerhaft umzusetzen, dass ist die Mamutaufgabe. Und darin müssen wir uns nun beweisen. Egal ob Kindersport, Pilates & Yoga, Dart, Frauenfußball oder HipHop, die Begeisterung in unseren neuen Abteilungen war und ist groß, aber nun muss es nachhaltig werden, dass auch in vielen Jahren die Angebote für die Menschen unserer Region noch stehen. Auch unsere große Fußballabteilung sowie Tischtennis, Handball und Volleyball müssen weiter auf soliden Beinen stehen. Und das stemmen viele verschiedene Akteure beim LSV 49 Oettersdorf.
Wie war es neben dem Bundespräsidenten Mittag zu essen?
Ehrlich gesagt, war ich schon sehr überwältigt, von der ganzen Veranstaltung in Berlin. Ein großer Dank an den Freistaat Thüringen und die Staatskanzlei, dass ich das erleben durfte. Allein die 2 Tage und das Treffen, aber dass ich dann auch noch von Frank-Walter Steinmeier als Tischnachbar ausgesucht wurde, war unglaublich. Der Bundespräsident ist sehr sportinteressiert. Und eine Schiedsrichterin, die als einzige Frau in Thüringen Schiedsrichter der Verbandsliste beobachten darf, fand er außergewöhnlich. Er hat mit uns über 1 Stunde gespeist und gesprochen. Er war äußerst interessiert an unseren alltäglichen Problemen, egal ob persönlich, beruflich oder im Ehrenamt. Ich hoffe sehr, dass ihm vielleicht das ein oder andere Gesprächsthema im Hinterkopf bleibt.
Aber nicht nur den Bundespräsidenten hast du zum Neujahrsempfang getroffen!?
Nein, auch der Bundeskanzler und Vizekanzler sowie einige Minister waren vor Ort. Sie waren sehr interessiert. Wir waren insgesamt 50 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland und das aus den verschiedensten Bereichen. Es ist wirklich atemberaubend, wie vielschichtig und wichtig das Ehrenamt in unserer Gesellschaft ist. Es hat mir mal wieder vor Augen geführt, wieviel ärmer dieses Land ohne Ehrenamt wäre und welche wunderbaren Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Das was wir hier tun, ist für viele Kinder und Jugendliche nicht nur ein Zeitvertreib, sondern bietet einen guten Start und eine unabdingbare Grundlage für ihren Lebensweg. Weg von Handy und hin zu gesunder Bewegung, weg von Einsamkeit und hin zu Teamgeist, weg von Stress und Alltagssorgen und hin zu Spaß. Ebenso erfahren sie Zusammenhalt und wichtige Werte im Umgang miteinander. Und das sind die wirklichen Erkenntnisse dieser Erlebnisse für mich.
Liebe Janina, DANKE für dein Engagement in unseren Verein, für unser Dorf und unsere Region.
