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Die geschichtliche Entwicklung der BSG Traktor" Oettersdorf

bis zum LSV 49 Oettersdorf e.V.

 

Wie alles begann - Gründung des Vereins 1949

 

Es gibt keine Unterlagen von der Gründungszeit des Sportvereines. Bekannt ist zumindest soviel, dass in einer Betriebsversammlung der MAS (Maschinen-Ausleih-Station) im Sommer 1949 der Beschluss gefasst wurde, eine Betriebssport­gemeinschaft zu gründen. Auf Anregung von Betriebsleitung, FDGB (Freier Deutscher Gewerk­schaftsbund) und FDJ (Freie Deutsche Jugend) fanden sich einige Fußballinteressierte (vorwie­gend Angehörige der MAS) zusammen. Erste Freundschaftsspiele wurden mit Unterkoskau, Neundorf bei Lobenstein, Schlegel und Tegau ver­einbart.
So kam es dann 1949, wahrscheinlich im Juli, zur Bildung der BSG „Traktor" Oettersdorf. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u. a. Hans Helfritsch, Karli Kögler, Helmut Triller und Robert Schuh, der auch erster Vorsitzender wurde.
Im Mai 1950 wurde Robert Schuh durch die MAS an die Sportschule Bad Blankenburg delegiert, um sich als Übungsleiter in verschiedenen Sportarten, u. a. auch im Fußball, ausbilden zu lassen. Nach den Spielen fanden sich die Sportfreunde häufig im „Reußischen Hof" ein. Hier trank man ein Bier­chen, manchmal auch mehr, es wurde lustig gefei­ert, viel erzählt und man hatte immer viel Spaß. So entwickelte sich bereits in der damaligen Zeit der „Reußische Hof" zum Vereinslokal.

 

 

 

Reußischer Hof.jpg

Reußischer Hof

 

Wie aus Protokollen der Gemeindevertretersit­zungen zu entnehmen ist, gab es bereits 1951-55 Bestrebungen, den Sportplatz hinter dem alten Kulturhaus zu verlegen. Zu einer Lösung kam es allerdings nicht.

 

 Gaststube im Reußischen Hof.jpg

Gastzimmer im Reußischen Hof

 
Im Folgenden einige Auszüge der Rats-Sitzungen:
„12. August 1951, Gemeindevertretersitzung
-   Verlegung des Sportplatzes außerhalb des MAS-Geländes
-   Feld von Martin Göller zur Pacht
8. Dezember 1951,
-  keine Lösung der Sportplatzfrage
27. November 1954
-  Gründung einer zentralen Sportgemeinschaft; dazu gehören die Orte Löhma, Tegau, Moßbach, Dittersdorf, Pörmitz und Oettersdorf, die bestehenden Sportgemeinschaften bleiben trotzdem erhalten, und der Massensport auf dem Lande soll dadurch gefördert werden
8. Mai 1955
-   Die Gemeinde hat zur Vergrößerung des Sportplatzes 0,50 ha Land zur Verfügung gestellt, welches von der MTS (gemeint ist die Maschi­nen-Traktoren-Station und Nachfolgerin der MAS) vorläufig als Versuchsfläche genutzt wird.
-   Die Gemeindevertreter legen fest, dass von der MTS ein jährlicher Pachtpreis von 30,- Mark zu bezahlen ist.
-   Sobald der Sportplatz angelegt ist, fällt die Nutzung und damit die Pachtzahlung für die MTS weg. Herr Meyer, Direktor der MTS, ist damit ein­verstanden."

 

 

Die Entwicklung der BSG „Traktor"

zur Neuformierung des Vereines 1990 mit dem Namen

LSV 49 Oettersdorf e.V. - Ein neues Zeitalter beginnt

 

Die ereignisreichen Tage des Mauerfalles im aus­laufenden Jahr 1989 hinterließen auch bei uns im Verein ihre Spuren.
In dieser Zeit der Neuorientierung und den vielen gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Ver­änderungen war es für die Verantwortlichen nicht immer leicht, alles auf den rechten Weg zu brin­gen. Besonders in dieser Zeit leisteten Karl-Heinz Lanzendörfer, Jürgen Schuldes, Gernot Klüger und Manfred Kaddik ein enormes Pensum unter großem Zeitaufwand, um den bestehenden Spiel­betrieb abzusichern.
Auf Grund der sich verändernden gesellschaft­lichen Strukturen machte es sich erforderlich, die Voraussetzungen für das Fortbestehen der Sport­gemeinschaft zu schaffen. Nach neuem bundes­deutschen Gesetz wurde es notwendig, den Verein bei Gericht anzumelden, eintragen zu lassen und die Bedingungen für die Anerkennung der „Gemeinnützigkeit" zu regeln. Daraufhin ent­schlossen sich die Sportler der BSG „Traktor" Oettersdorf zu einer Neugründung des bestehen­den Vereines nach derzeit geltendem Recht mit dem neuen Namen LSV 49 Oettersdorf e.V. Die­ser versteht sich als Nachfolger der im Jahre 1949 gegründeten BSG. Per 17. Juli 1990 werde der Verein ins Amtsregister des Kreises Schleiz eingetragen. Voraussetzung hierfür war der Ent­wurf und der Beschluss einer Satzung auf der Gründungsversammlung. In dieser ist die Zielstel­lung und der weitere Weg des Vereines deutlich dargestellt. Eines dieser Ziele ist es, die vielseitige sportliche Betätigung der Bürger aus Oettersdorf und Umgebung zu fördern.
Neben vielen sportlichen Höhepunkten in den 90er Jahren ist vor allem auch die hervorragende Modernisierung der Sportstätten zu erwähnen.
 
Die inzwischen marode gewordenen Baracken wurden 2010 teilweise abgerissen, um Platz zu schaffen, für ein neues, modernes Sportlerheim.
In den Jahren 2010/11 wurde dieses errichtet. Hierbei legten die Mitglieder des LSV selbst Hand an und trugen mit insgesamt 3269 freiwilligen Arbeitsstunden zum Gelingen bei.
Besonders erwähnenswert: Jürgen Schuldes war mit der Bauleitung betraut und organisierte den Bauablauf bei diesem Unternehmen im Auftrag des Vereins.
 

LSV-Sportlerheim.jpg

Das neue Sportlerheim wurde am 25.09.2011 in Anwesenheit des damaligen

Landrats, Frank Roßner, eingeweiht.

 

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